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Eclipse unter Linux installieren

Eclipse ist eine bekannte Entwicklungsumgebung für Java. Durch ihre Erweiterbarkeit ist es aber nicht nur auf Java beschränkt. Diese Anleitung behandelt die Installation des Eclipse SDK unter Debian Linux, sowie einige seiner Plugins z.B. zur Entwicklung von C++ Software und Subversion Versionskontrolle.

Vorbereitung

Auf einem frisch installierten Debian System fehlt zunächst ein vernünftiger Java Interpreter. Damit Eclipse vernünftig arbeitet, besorgen wir uns das Sun Java Development Kit. Das Sun JDK befindet sich im "non-free" Software-Zweig, welches zuerst freigeschaltet werden muss.

Dazu editieren wir die Datei /etc/apt/sources.list als root und stellen sicher, dass die Schlüsselwörter contrib und non-free aufgeführt sind. Die entsprechenden Zeilen sehen z.B. so aus:

deb http://ftp.halifax.rwth-aachen.de/debian/ lenny main contrib non-free
deb-src http://ftp.halifax.rwth-aachen.de/debian/ lenny main contrib non-free

Danach aktualisieren wir den Paketmanager und installieren das Sun JDK über das root-Terminal:

apt-get update && apt-get install sun-java6-jdk

Methoden der Installation

Eclipse kann auf zwei Arten installiert werden.

Installation über die Paketverwaltung

Die Paketverwaltung ist in den meisten Fällen der bevorzugte Weg, Software auf dem System zu installieren. Die Verwaltung kümmert sich dabei um eventuelle Softwareabhängigkeiten, um Aktualisierungen und spätere Deinstallationen. Allerdings sind die verfügbaren Pakete nicht immer auf dem neusten Stand.

Dafür ist die Installation sehr einfach. Im root-Terminal geben wir folgendes ein:

apt-get install eclipse

Manuelle Installation

Diese Art der Installation hat den Vorteil, dass wir die neueste Version nutzen können, die der Hersteller anbietet. Außerdem ist sie distributionsunabhängig, also nicht auf Debian beschränkt.

Unter http://www.eclipse.org/downloads/ laden wir die aktuelle Version von Eclipse Classic herunter. Die Datei ist ein komprimiertes Archiv, das wir mit dem Archivmanager entpacken können. Dazu klicken wir mit der rechten Maustaste auf das Archiv und wählen "Hierher entpacken". Danach haben wir ein Unterverzeichnis "eclipse" in dem sich eine ausführbare Datei "eclipse" befindet. Damit ist die Basisinstallation schon fertig: Wir können bereits Java-Applikationen entwickeln.

Plugins

Erweiterungen werden direkt in Eclipse installiert. Je nach Version unterscheiden sich die notwendigen Schritte, um ein Plugin hinzuzufügen.

Wenn ein Plugin vom Benutzer installiert werden soll, prüft Eclipse zuerst, ob es die nötigen Dateirechte besitzt, um das Plugin im Eclipse-Ordner abzulegen. Falls dies der Fall ist, ist das Plugin danach global verfügbar, d.h. jeder andere Eclipse-Benutzer kann dann ebenfalls das installierte Plugin nutzen.

Ansonsten richtet Eclipse das Plugin im persönlichen Ordner des aktuellen Nutzers ein, d.h. irgendwo im Verzeichnis ~/.eclipse. Möchten wir ein Plugin also systemweit verfügbar machen, sorgen wir dafür, dass wir im Eclipse-Verzeichnis schreiben dürfen. Dies ist bei der manuellen Installation automatisch der Fall, da wir das Archiv selbst als root entpackt haben, und das Verzeichnis uns gehört.

Eclipse 3.4.2 (Ganymede)

In dieser Version ist der Pluginmanager in der Navigation unter "Help → Software Updates" zu finden. Mit den folgenden Plugins kommt man während des Studiums eventuell in Berührung:

CDT

Mit der CDT Erweiterung können wir neben Java auch C/C++ Applikationen entwickeln.

Im Pluginmanager finden wir im Reiter "Available Software" den Eintrag "Ganymede". Der oberste Unterpunkt lautet "C and C++ Development". Wir markieren den Eintrag, klicken rechts auf "Install" und folgen den Anweisungen. Nach der Installation und einem Eclipse Neustart überprüfen wir, ob mit Strg-N ein C/C++ Wizard auswählbar ist. Wenn ja, hat die Installation geklappt.

Subversion

Mit der Subclipse Erweiterung kann ein Software-Projekt direkt in/aus einem Subversion Repository ein- oder ausgecheckt werden.

Wir öffnen den Pluginmanager und klicken im Reiter "Available Software" auf "Add Site". Unter "Location" tippen wir dann die URL "http://subclipse.tigris.org/update_1.4.x" bzw. "http://subclipse.tigris.org/update_1.6.x" je nach gewünschter Version ein. Danach tauchen mehrere neue Unterpunkte im Menü auf. Wir markieren "Subclipse (required)" und "SVNKit Adapter (optional)", klicken auf "Install" und folgen den Anweisungen.

Nach dem Eclipse Neustart prüfen wir unter "Window → Preferences → Team → SVN", ob als SVN Interface Client "SVNKit (Pure Java)" ausgewählt ist. In dem Fall war die Installation erfolgreich.

Eclipse 3.5.1 (Galileo)

Der Pluginmanager ist bei Galileo in der Navigation unter "Help→ Install New Software" zu finden. In der Eingabezeile "Work with" kann man nach verfügbaren Erweiterungen suchen, oder explizit welche angeben.

Um die CDT Erweiterung zu installieren, gibt man in der Eingabezeile "CDT" ein und bekommt idealerweise den vollen Eintrag "CDT - http://download.eclipse.org/tools/cdt/releases/galileo" zu sehen. Dabei erscheinen zwei Checkboxen "CDT Main Features" und "CDT Optional Features" von denen Ersteres auf jeden Fall eine gute Wahl ist. Dann wählt man "Next" und "Finish" und lässt den Manager herunterladen und installieren.

Die Subclipse Erweiterung installiert man analog über den "Work with" Eintrag wie für Ganymede beschrieben.


Damian Lukowski, RBI-Helpdesk, letzte Aktualisierung: 24.02.2010

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